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Post-österlicher Eierlikörkuchen

Ja, ja ich weiß. Ostern ist rum, und damit auch die Hochsaison des Eierlikörs. Aber für mich geht Eierlikörkuchen zu jeder Jahreszeit, deswegen bekommt ihr jetzt nach Ostern ein leckeres Rezept von mir.

Habt ihr gewusst, dass eine erste Form des Eierlikörs schon im 17.Jahrhunderts in Brasilien entdeckt wurde? Ich jedenfalls nicht. Aber jetzt will ich euch nicht mit geschichtlichen Details nerven – mehr weiß ich auch nicht darüber.

Demnächst will ich ein Fläschchen Eierlikör selbst machen. Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden. Erst mal muss ich mir dafür eine kleine Flasche besorgen. Mal sehen, was ich da so finde.

Also wenn ihr Eierlikör selbst machen wollt, könnt ihr euch im Internet eins der zahlreichen Rezepte raussuchen. Für meinen Eierlikörkuchen braucht ihr:

150 ml Eierlikör

4 Eier

250 g weiche Butter

250 g Zucker

300 g Mehl

1 Päckchen Vanillezucker und 1 Päckchen Backpulver

ein bisschen Puderzucker

  1. Als erstes muss die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker zusammen schaumig geschlagen werden. Danach gebt ihr nach und nach die Eier dazu und rührt alles mit dem Handrührgerät schön durch.
  2. Dann mischt ihr Mehl und Backpulver und hebt die Mischung unter das Ergebnis aus Schritt eins.  Jetzt kommt noch der Eierlikör dazu und schon seid ihr fertig
  3. Nur noch Form etwas einfetten, Teig einfüllen und ab in den Ofen bei 200°C Ober-/Unterhitze für 40-50 Minuten. Am besten ihr nehmt ein kleines Holzstäbchen und testet ob er durch ist.
  4. Am Ende könnt ihr nach Belieben Puderzucker oder auch Glasur darübergeben.

Super easy, super lecker.

Besonders schön ist, dass man den Kuchen wirklich lange essen kann. Ich hab ihn extra schon zwei Tage vor Ostern gebacken, damit er zu Ostern dann schön durchgezogen ist. Die Reste haben der Naschkater und ich dann über den Rest der Woche verteilt gegessen. Der Kuchen eignet sich also auch für alle, die vielleicht nur zu zweit sind und deshalb wie wir mit viel Kuchen immer Schwierigkeiten haben.

Und jetzt …

Über Ostern, Miniquiches und den Vegetarismus

Na ihr Lieben, hattet ihr auch schöne Ostern? Ich habe die Tage mit meinen Eltern und dem Rest der Familie in meiner Heimat verbracht. Wir haben einen kleinen Brunch organisiert, dem natürlich eeeendlose Diskussionen vorausgegangen sind.

„Es gibt jetzt gar nichts Warmes zum Bruch… – Aber es gibt doch Ei, oder? – Sollen wir vielleicht noch ’ne Suppe machen? – Aber was denn für eine? – Ich könnte uns was grillen! – Aber dann ist es doch kein Brunch mehr – Lieber doch die Suppe“

Und so weiter und so fort. Ihr könnt euch das sicher vorstellen. Letztendlich ist es die Suppe geworden, außerdem gab es Rührei, drei verschiedene Kuchen, Mini-Quiche (Rezept kommt weiter unten), Würstchen im Schlafrock, unzählige Brötchen mit allen erdenklichen Aufschnitten und Aufstrichen – quasi ein Osterschlaraffenland.

Die Sensation ist allerdings, dass die Suppe fleischlos war. Das ist so sensationell, weil meine Familie eingeschworene Fleischesser sind. Der Vegetarismus Boom ist (fast) komplett an uns vorbeigegangen. Dass ich angefangen habe, gelegentlich auf Fleisch zu verzichten und auch mal vegetarisch zu kochen, stößt auf viel Unverständnis. Es wird schon akzeptiert, aber nachvollziehen kann es keiner, außer meinem Onkel, der selbst seit einiger Zeit auf Fleisch verzichtet.

Ich finde es wirklich gut, dass Deutschland mittlerweile fast völlig „Vegetarier-freundlich“ ist. Es gibt kaum ein Restaurant, in dem es nicht mindestens ein vegetarisches Gericht gibt, meistens sogar eher mehr. Nur daheim führen wir noch Gespräche wie folgendes:

„Die Mini-Quiche mit Schinken sind alle.“

„Die andere Sorte ist auch lecker, soll ich dir eine reichen? Aber die sind vegetarisch…“

„Ich ess‘ sie trotzdem, gib ruhig rüber“

Vegetarisches Essen wird grundsätzlich eingeleitet mit: „Ist lecker, aber…“ und „ich esse es trotzdem“, als gäbe es nichts Schlimmeres als fehlendes Fleisch am Essen. So ist sie, die bucklige Verwandschaft. Ich gebe mich damit zufrieden, dass ab und zu auch mal jemand überrascht ist, dass vegetarisches Essen auch gut schmecken kann.

So, vielleicht habt ihr die kleine Schleichwerbung für die Mini-Quiche entdeckt? Das Rezept will ich euch nicht vorenthalten, denn sie schmecken echt fantastisch – und das mit und ohne Fleisch! Das Beste ist, dass man sie sowohl warm als auch kalt genießen kann. Deshalb sind sie voll brunch-tauglich.

Für 24 kleine Leckerbissen benötigt ihr:

Für den Teig:

200 g Mehl

2 TL Backpulver

70 ml Milch

100 g Quark

5 EL Öl

und 1 TL Salz

Für die Füllung: 

2 Paprikaschoten

1 Zwiebel

1 Stange Lauch

für die vegetarische Füllung noch 50 g getrocknete Tomaten in Öl

für die Fleischesser-Variante nimmt man 100 g Schinken

Für den Guss:

300 g Schmand

1 Ei

100 g Käse

diverse Gewürze (Paprika, Salz, Pfeffer, Oregano)

  1. Als erstes macht ihr den Teig. Dazu gebt ihr einfach alle Teigzutaten in eine Schüssel und knetet solange bis ihr einen schönen gleichmäßigen Teig bekommt. Das kann etwas dauern. Wenn ihr den Quark und die Milch vorher aus dem Kühlschrank nehmt geht es besser. Den Teig könnt ihr schon in die gefettete Muffinform geben. Ich habe dazu den Teig in zwei Teile geteilt und jeden etwas ausgerollt. Dann in jeweils zwölf Teile zerteilen und jeden Teil unten in eine Muffinmulde drücken.
  2. Jetzt schneidet ihr Paprika, Lauch und Zwiebel am besten sehr klein und dünstet es etwa 5 min in der Pfanne. Davon nehmt ihr jetzt die Hälfte raus und macht es in ein extra Schälchen, so können wir zwischen den vegetarischen und den Schinken-Quiche unterscheiden.
  3. Nun können der Schinken und die getrockneten Tomaten geschnitten werden. Zur einen Gemüsehälfte kommt der Schinken und zur anderen die getrockneten Tomaten.
  4. Das Gemüse könnt ihr dann schon in die Muffinformen geben.
  5. Jetzt müssen noch die Gusszutaten verquirlt und gewürzt werden. Dann schüttet ihr die Masse auch in die kleinen Muffinformen, sodass sie sich schön verteilt.
  6. Und dann 20 bis 25 min bei 180°C Ober-Unterhitze in den Ofen.

Danach könnt ihr sie schon warm genießen, und die Reste (falls was übrig bleibt) später kalt essen. Ich muss ja sagen, meine Favoriten sind die vegetarischen. Aber probiert es ruhig selbst aus und lasst mich wissen, welche euch am besten schmecken 🙂

Guten Appetit!

Eure Lisa

Frohe Ostern – mit Karotten-Guglhupfküchlein

Zu Ostern bin natürlich auch ich scharf auf Karotte. Zur Einstimmung habe ich letzte Woche schon mal Karotten gekauft und losgebacken. Wenn ihr wissen wollt, wie mein Osterfest gelaufen ist, könnt ihr Mitte der Woche nochmal vorbei schauen, da gibt es einen Post mit Rezept für leckere Mini-Quiches.

Aber jetzt erst mal die kleinen Karotten-Gugls. Ich wollte keinen traditionellen Karottenkuchen backen, sondern lieber kleine Häppchen, da sich das auch zu zweit schneller wegessen lässt. Also habe ich ein bisschen im Internet gesurft und bin auf Mias Kochkarussell fündig geworden. Wie es der Zufall wollte, hatte ich auch noch eine völlig ungenutzte mini-Guglhupfform im Schrank. Perfekt!

Das Rezept ist auch total einfach. Ihr braucht

1 Karotte (was sonst ?)

1 Ei

100 ml Milch

100 g gemahlene Mandeln

15 g gehackte Mandeln

50 g weiche Butter

50 g Zucker

75 g Mehl

und ein wenig Salz (aber das hat ja jeder)

Auch die Zubereitung ist für kleine Backdoofies wie mich total simpel.

  1. Ei und Zucker schön schaumig rühren. Dann eine Prise Salz und die flüssige Butter dazu geben.
  2. Jetzt langsam die gemahlenen Mandeln, Mehl und Milch hinzufügen und alles schön verrühren, bis ihr einen gleichmäßigen Teig habt.
  3. Dann fehlen noch die geraspelte Karotte (Man war das eine Arbeit mit meiner Minireibe) und die gehackten Mandeln und schon seid ihr fertig.
  4. Jetzt kommt der Teig in die kleinen Förmchen und kann bei 180°C Ober-/Unterhitze gebacken werden. Die Backzeit hängt allerdings stark von der Größe der Form ab. Ich hatte die Gugls 30 min im Ofen, bei Mia sind es 20. Schaut einfach wann sie eine schöne Farbe annehmen.

Damit sind eure Leckeren Minikarottenkuchen auch schon fertig und ihr könnt sie wegschnabulieren. Mein Fazit bleibt aber weiterhin: Karotte in Kuchen ist einfach nicht so mein Fall. Aber so ist das mit den Geschmäckern, die sind ja bekanntlich verschieden.