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Chocolate Chip Cookies für den entspannten Sonntag

Heute ist mein Post etwas später als gewöhnlich. Eigentlich poste ich ja immer Sonntag morgen um 9, aber diese Woche war alles etwas chaotisch. Erst hatte ich mir eine eklige Erkältung eingefangen und war nicht zu gebrauchen und dann ich gestern auf einen Geburtstag nach Bamberg gefahren, was von Marburg aus nicht super nah ist.

In Bamberg habe ich zum allerersten Mal Airbnb benutzt. Das hat total gut funktioniert, ich bin voll begeistert. Vorher war ich wirklich skeptisch, denn man weiß ja nie wo man da so landet. Aber meine Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet. Tatsächlich war das Apartment echt schnuckelig, könnte ich direkt einziehen.

Und Bamberg kann ich auch nur empfehlen. Das kleine Studentenstädtchen im Frankenland hat absolut Charme. Und ich sag euch: Da war der Bär los! Soooo viele Touristen. Aber ich kann das auch echt verstehen: Es gibt viele kleine Boutiquen, Eisdielen und außerdem gab es auch einen Markt, mit vielen frischen Produkten. Ein echter Traum, an einem sonnigen Samstag. Und ein Eis zu schlemmen, habe ich mir natürlich nicht nehmen lassen.

Ich hoffe ihr hattet auch ein bisschen Sonnenschein. Hier ist es ja leider wieder vorbei. Zurück in Marburg und es ist grau und verregnet. Zur Aufheiterung gebe ich euch hier mein liebstes Schoko-Cookie Rezept. Die Cookies bleiben weich und kamen bisher bei jedem gut an.

Dafür braucht ihr nur:

300 g Weizenmehl (550)

150 g geschmolzene Butter

250 g Zucker (ich nehme gerne 100 g braunen Zucker und der Rest weiß)

2 Eier

1/2 Tl Backpulver

Salz

1 Pck. Vanillezucker

und natürlich 300 g gehackte Schokolade (ich nehme zartbitter, aber das ist euch überlassen)

Und das wars auch schon mit den Zutaten. Ich habe sie zuletzt ganz spontan aus Schokoladenheißhunger heraus gebacken. Kennt sicher der/die ein oder andere.

  1. Als erstes heizt ihr den Backofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vor.
  2. Während der Ofen fröhlich vor sich hin heizt, vermischt ihr Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel.
  3. In einer anderen Schüssel verrührt ihr Butter, Zucker, Vanillezucker und die zwei Eier bis alles schön schaumig ist.
  4. Jetzt rührt ihr das Mehl darunter bis ihr einen gleichmäßigen Teig habt. Dann kommt noch die gehackte Schokolade dazu. Lasst beim Hacken ruhig ein paar größere Stücke darunter, das liebe ich besonders an Cookies.
  5. Jetzt könnt ihr die Cookies formen und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Ich habe sie zu Kugeln geformt und dann ein wenig mit dem Daumen angedrückt. Ihr werdet nicht alle Cookies auf ein Blech bekommen, sonst wachsen eure Cookies alle zusammen. Ich habe immer 10 auf ein Blech gemacht. Je nach Größe brauchen sie 10-13 min. Lasst sie nicht zulange im Ofen. Sie dürfen beim Rausholen ruhig noch weich sein, nach dem Abkühlen werden sie härter.

Und jetzt könnt ihr die Cookies genießen. Mein Serviertipp ist mit einem schönen Glas kühle Milch zum ducken. Mmmmhhhh!

Post-österlicher Eierlikörkuchen

Ja, ja ich weiß. Ostern ist rum, und damit auch die Hochsaison des Eierlikörs. Aber für mich geht Eierlikörkuchen zu jeder Jahreszeit, deswegen bekommt ihr jetzt nach Ostern ein leckeres Rezept von mir.

Habt ihr gewusst, dass eine erste Form des Eierlikörs schon im 17.Jahrhunderts in Brasilien entdeckt wurde? Ich jedenfalls nicht. Aber jetzt will ich euch nicht mit geschichtlichen Details nerven – mehr weiß ich auch nicht darüber.

Demnächst will ich ein Fläschchen Eierlikör selbst machen. Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden. Erst mal muss ich mir dafür eine kleine Flasche besorgen. Mal sehen, was ich da so finde.

Also wenn ihr Eierlikör selbst machen wollt, könnt ihr euch im Internet eins der zahlreichen Rezepte raussuchen. Für meinen Eierlikörkuchen braucht ihr:

150 ml Eierlikör

4 Eier

250 g weiche Butter

250 g Zucker

300 g Mehl

1 Päckchen Vanillezucker und 1 Päckchen Backpulver

ein bisschen Puderzucker

  1. Als erstes muss die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker zusammen schaumig geschlagen werden. Danach gebt ihr nach und nach die Eier dazu und rührt alles mit dem Handrührgerät schön durch.
  2. Dann mischt ihr Mehl und Backpulver und hebt die Mischung unter das Ergebnis aus Schritt eins.  Jetzt kommt noch der Eierlikör dazu und schon seid ihr fertig
  3. Nur noch Form etwas einfetten, Teig einfüllen und ab in den Ofen bei 200°C Ober-/Unterhitze für 40-50 Minuten. Am besten ihr nehmt ein kleines Holzstäbchen und testet ob er durch ist.
  4. Am Ende könnt ihr nach Belieben Puderzucker oder auch Glasur darübergeben.

Super easy, super lecker.

Besonders schön ist, dass man den Kuchen wirklich lange essen kann. Ich hab ihn extra schon zwei Tage vor Ostern gebacken, damit er zu Ostern dann schön durchgezogen ist. Die Reste haben der Naschkater und ich dann über den Rest der Woche verteilt gegessen. Der Kuchen eignet sich also auch für alle, die vielleicht nur zu zweit sind und deshalb wie wir mit viel Kuchen immer Schwierigkeiten haben.

Und jetzt …

Die Sauerteig-Odysee

Wenn ihr die „Über-Mich“ Seite auf dem Blog gelesen habt, wisst ihr sicher, dass der Sauerteig ja mein eigentliches Backziel ist. Ich bin ein totaler Sauerteigbrot-Fan und es gibt einfach nichts – aber auch gar nichts – dass mir besser schmeckt.

Ich habe mich schon öfter an Sauerteig versucht, allerdings nur aus der Tüte. Auf der Rückseite des Tütchens steht das Rezept, also perfekt für Anfänger. Und ich muss sagen, dass das Ergebnis auch ganz passabel geworden ist.

Während meiner Zeit in Irland war ich nämlich totaaaal auf Brotentzug. Mein deutscher Mitbewohner übrigens auch – Klischee erfüllt: die Deutschen sind brotverrückt. Aber in Irland mangelt es halt auch an echten Backstuben. Nein, Tesco-Supermarkt Weißbrot ist NICHT echtes Brot! Als ich also über Weihnachten nach vier Monaten Toastbrot-Disaster wieder Zuhause war, bin ich direkt über das Brot meiner Eltern hergefallen. Tatsächlich war es das erste was ich gemacht habe, als ich vom Flughafen kam, mit einem Käsebrot am Küchentisch sitzen. Lecker!

Die Vorstellung nochmal weitere vier Monate ohne Brot auszuhalten, war unerträglich, deshalb hab ich mich auf die Suche nach einer Lösung gemacht. Und da war es mit dem Fertigsauerteig nicht weit her. Auf die Idee gekommen, Sauerteig selbst herzustellen, bin ich gar nicht. Aber das mit dem Tütchen war schon eine 100% Steigerung zum Toastbrot.

Nachdem ich eeeendlich Roggenmehl im irischen Supermarkt gefunden hatte, hab ich dann voll mit dem Backen losgelegt. Ein paar Probleme gab es noch zu überwinden, zum Beispiel die notorische Kälte in der Wohnung, bei der der Teig nicht so recht hochgehen wollte. Aber insgesamt war ich doch sehr zufrieden mit dem Ergebnis und es hat mir und meinem Mitbewohner hervorragend geschmeckt.

Trotzdem wollte ich mich zurück in Deutschland natürlich an richtigem Sauerteig versuchen. Gesagt, getan. Nur war das gar nicht so leicht.

Im Vorfeld habe ich mir zahlreiche Erklärungen dazu durchgelesen. Einige davon habe ich euch unten verlinkt. Aber jetzt will ich euch erst mal erklären, wie ich die Sache angegangen bin.

Vorbereitung

Als erstes besorgt ihr euch am besten 2-3 Einmachgläser, in die etwa 400-500 ml passen sollten. Außerdem ein kleiner Vorrat an Roggenmehl (ich nehme Vollkornroggenmehl, aber ein anderes geht natürlich auch).

Tag 1 

Ihr nehmt das erste Einmachglas und befüllt es mit 50 g Mehl und 50 ml warmen Wasser. Dann kommt der Deckel darauf und das Ganze steht 24 Stunden, ganz ohne euer Zutun, rum. Es ist gut, wenn es etwas warm steht, Zimmertemperatur sollte es mindestens haben.

Tag 2 

Am zweiten Tag macht ihr das nochmal: 50 g Mehl mit 50 ml warmem Wasser und alles schön verrühren, Deckel drauf und zurück auf sein Plätzchen.

Tag 3

Jetzt fängt es langsam an zu müffeln, aber keine Sorge, solange ihr noch kein Schimmel seht, ist alles gut.

Es gibt 2 Möglichkeiten:

a. Der Teig ist noch nicht so recht aufgegangen. Dann macht ihr nochmal das Gleiche wie bisher: 50 g Mehl und 50 ml warmes Wasser hineinrühren. Wenn es nach 12-24 Stunden dann super aufgegangen ist, könnt ihr mit b weitermachen.

b. Der Teig hat sich (fast) verdoppelt und ist unter Umständen auch wieder eingefallen. Dann kommt das zweite Glas zum Einsatz. Ihr nehmt 50 g aus eurem Sauerteigglas und füllt sie in das zweite Glas, wo ihr es mit 50 g Mehl und 50 ml warmem Wasser vermischt. Jetzt lasst ihr das Gemisch nur noch 12 Stunden stehen.

Tag 4 

Wenn nach den 12 Stunden noch nichts passiert ist, lasst ihr es einfach nochmal 12 Stunden stehen. Wenn es aufgegangen ist, nehmt ihr nochmal 50 g ab und mischt sie in einem anderen Glas mit 50 g Mehl und 50 ml warmen Wasser. Und dann heißt es wieder 12 Stunden warten.

Tag 5

Jetzt ist aber Schluss mit der Warterei! Euer Sauerteigansatz aka Anstellgut ist, wie der Name schon sagt, gut und kann verbacken werden.

Ich habe drei Wochen gebraucht, bis ich den ersten gebrauchsfertigen Sauerteig hatte. In Woche eins hatte ich nur ein Einmachglas. Das ist leider kaputt gegangen, also habe ich am dritten Tag ein neues Glas genommen. Nur hatte ich den Deckel vergessen und der Sauerteig ist eingetrocknet.

In Woche zwei war ich gut dabei, hatte drei Einmachgläser gekauft und war hoch motiviert. Nur leider ist mir der Ansatz am dritten Tag geschimmelt. Ab da hab ich die Gläser im kurz mit kochendem Wasser überspült. Das hat auch gut funktioniert.

Aber in der dritten Woche hatte ich dann endlich ein Erfolgserlebnis und musste meine Bemühungen nicht am dritten Tag in die Tonne kloppen. Ihr seht schon, die drei scheint mich zu verfolgen.

Natürlich habe ich auch sofort ein super Brot gebacken. Das könnt ihr hier gerne nachbacken.

Ich hoffe, euch gelingt der Sauerteig schon beim ersten Mal und ihr erfreut euch an knusprig saurem Brot.

Hier noch die Links, wenn ihr euch noch mehr Tipps für den perfekten Sauerteig holen wollt: 

Ploetzblog

Brote-selber-backen

Brotbackliebe und mehr

Tag des Brotes (mit Video)

Über Ostern, Miniquiches und den Vegetarismus

Na ihr Lieben, hattet ihr auch schöne Ostern? Ich habe die Tage mit meinen Eltern und dem Rest der Familie in meiner Heimat verbracht. Wir haben einen kleinen Brunch organisiert, dem natürlich eeeendlose Diskussionen vorausgegangen sind.

„Es gibt jetzt gar nichts Warmes zum Bruch… – Aber es gibt doch Ei, oder? – Sollen wir vielleicht noch ’ne Suppe machen? – Aber was denn für eine? – Ich könnte uns was grillen! – Aber dann ist es doch kein Brunch mehr – Lieber doch die Suppe“

Und so weiter und so fort. Ihr könnt euch das sicher vorstellen. Letztendlich ist es die Suppe geworden, außerdem gab es Rührei, drei verschiedene Kuchen, Mini-Quiche (Rezept kommt weiter unten), Würstchen im Schlafrock, unzählige Brötchen mit allen erdenklichen Aufschnitten und Aufstrichen – quasi ein Osterschlaraffenland.

Die Sensation ist allerdings, dass die Suppe fleischlos war. Das ist so sensationell, weil meine Familie eingeschworene Fleischesser sind. Der Vegetarismus Boom ist (fast) komplett an uns vorbeigegangen. Dass ich angefangen habe, gelegentlich auf Fleisch zu verzichten und auch mal vegetarisch zu kochen, stößt auf viel Unverständnis. Es wird schon akzeptiert, aber nachvollziehen kann es keiner, außer meinem Onkel, der selbst seit einiger Zeit auf Fleisch verzichtet.

Ich finde es wirklich gut, dass Deutschland mittlerweile fast völlig „Vegetarier-freundlich“ ist. Es gibt kaum ein Restaurant, in dem es nicht mindestens ein vegetarisches Gericht gibt, meistens sogar eher mehr. Nur daheim führen wir noch Gespräche wie folgendes:

„Die Mini-Quiche mit Schinken sind alle.“

„Die andere Sorte ist auch lecker, soll ich dir eine reichen? Aber die sind vegetarisch…“

„Ich ess‘ sie trotzdem, gib ruhig rüber“

Vegetarisches Essen wird grundsätzlich eingeleitet mit: „Ist lecker, aber…“ und „ich esse es trotzdem“, als gäbe es nichts Schlimmeres als fehlendes Fleisch am Essen. So ist sie, die bucklige Verwandschaft. Ich gebe mich damit zufrieden, dass ab und zu auch mal jemand überrascht ist, dass vegetarisches Essen auch gut schmecken kann.

So, vielleicht habt ihr die kleine Schleichwerbung für die Mini-Quiche entdeckt? Das Rezept will ich euch nicht vorenthalten, denn sie schmecken echt fantastisch – und das mit und ohne Fleisch! Das Beste ist, dass man sie sowohl warm als auch kalt genießen kann. Deshalb sind sie voll brunch-tauglich.

Für 24 kleine Leckerbissen benötigt ihr:

Für den Teig:

200 g Mehl

2 TL Backpulver

70 ml Milch

100 g Quark

5 EL Öl

und 1 TL Salz

Für die Füllung: 

2 Paprikaschoten

1 Zwiebel

1 Stange Lauch

für die vegetarische Füllung noch 50 g getrocknete Tomaten in Öl

für die Fleischesser-Variante nimmt man 100 g Schinken

Für den Guss:

300 g Schmand

1 Ei

100 g Käse

diverse Gewürze (Paprika, Salz, Pfeffer, Oregano)

  1. Als erstes macht ihr den Teig. Dazu gebt ihr einfach alle Teigzutaten in eine Schüssel und knetet solange bis ihr einen schönen gleichmäßigen Teig bekommt. Das kann etwas dauern. Wenn ihr den Quark und die Milch vorher aus dem Kühlschrank nehmt geht es besser. Den Teig könnt ihr schon in die gefettete Muffinform geben. Ich habe dazu den Teig in zwei Teile geteilt und jeden etwas ausgerollt. Dann in jeweils zwölf Teile zerteilen und jeden Teil unten in eine Muffinmulde drücken.
  2. Jetzt schneidet ihr Paprika, Lauch und Zwiebel am besten sehr klein und dünstet es etwa 5 min in der Pfanne. Davon nehmt ihr jetzt die Hälfte raus und macht es in ein extra Schälchen, so können wir zwischen den vegetarischen und den Schinken-Quiche unterscheiden.
  3. Nun können der Schinken und die getrockneten Tomaten geschnitten werden. Zur einen Gemüsehälfte kommt der Schinken und zur anderen die getrockneten Tomaten.
  4. Das Gemüse könnt ihr dann schon in die Muffinformen geben.
  5. Jetzt müssen noch die Gusszutaten verquirlt und gewürzt werden. Dann schüttet ihr die Masse auch in die kleinen Muffinformen, sodass sie sich schön verteilt.
  6. Und dann 20 bis 25 min bei 180°C Ober-Unterhitze in den Ofen.

Danach könnt ihr sie schon warm genießen, und die Reste (falls was übrig bleibt) später kalt essen. Ich muss ja sagen, meine Favoriten sind die vegetarischen. Aber probiert es ruhig selbst aus und lasst mich wissen, welche euch am besten schmecken 🙂

Guten Appetit!

Eure Lisa

Lecker und gesund – Brot mit Linsen und Hirse

Heute war mal wieder Backtag, denn meinem Naschkater und mir geht das Brot aus. Im Haushalten mit Brot sind wir nämlich nicht besonders talentiert. Nach der letzten Backaktion war unser kleiner Gefrierschrank sowas von voll, dass ich noch zwei Brote weiter verschenkt habe, weil sie einfach nicht mehr reingepasst haben. Und jetzt standen wir plötzlich ohne Brot da, so schnell war es dann doch gegessen.

Also hab ich erst mal Anfang der Woche den Sauerteig aus dem Gefrierschrank geholt und reaktiviert. Wie das funktioniert, könnt ihr bald hier nachlesen (Link folgt am 22.04).

Aber jetzt bekommt ihr das Rezept von mir, damit ihr auch in den Genuss dieses leckeren Brotes kommt:

Für den Hauptteig

250 g Weizenvollkornmehl

50 g Weizenmehl (Type 550)

250 g Roggenmehl (Type 1150)

20 g Salz

200 g Sauerteig

21 g Hefe (halber Würfel)

350 ml Wasser

100 g Sonnenblumenkerne

Für das Brühstück

200 ml Wasser

50 g Hirse

50 g gelbe Linsen

Wenn ihr etwas darüber streuen wollt passen gut Sesam oder Sonnenblumenkerne

  1. Als erstes müsst ihr für die 200 g Sauerteig sorgen. Dafür könnt ihr entweder selbst-angesetzten verwenden (wie das geht steht hier) oder ihr benutzt Sauerteig aus der Tüte. Tütchen gibt es im Supermarkt und die Anleitung steht meist mit drauf.
  2. So jetzt kann es losgehen. Als erstes mischt ihr den Sauerteig mit dem Weizenvollkornmehl, Weizenmehl, Roggenmehl und dem Salz. Dann löst ihr die Hefe im Wasser, am besten lauwarm, auf und gebt das Hefewasser zum Mehlgemisch. Jetzt noch die Sonnenblumenkerne dazu und dann alles schön durchkneten. Anschließend muss der Teig 3 Stunden lang gehen.
  3. In der Zwischenzeit kocht ihr für das Brühstück Wasser auf und gebt dann die Linsen und die Hirse dazu. Jetzt noch einmal aufkochen und danach vom Herd nehmen und kalt werden lassen.
  4. Wenn das Brühstück kalt ist und der Teig fertig aufgegangen ist, könnt ihr beides zusammengeben und nochmal richtig durchkneten. Dann gebt ihr das Ganze in eine bemehlte Form. Wie ihr sehr habe ich es in einer Kastenform gebacken, aber es lässt sich auch ohne Form backen, wird dann nur etwas trockener. In der Form lasst ihr das Brot noch 45 min gehen.

5. Um es zu backen müsst ihr den Backofen auf 250°C vorheizen und unten eine feuerfeste Schale in den Ofen stellen. Dann schiebt ihr das Brot auf mittlerer Schiene hinein und gießt Wasser in die Schale. Nach 15min im Ofen dreht ihr die Temperatur auf 220°C herunter und könnt das Brot kurz oben einritzen, wenn es an einer bestimmten Stelle aufplatzen soll. Nochmal 15 min später reguliert ihr die Temperatur auf 200°C und jetzt backt das Brot noch eine halbe Stunde aus.

Danach ist es fertig und darf wegschnabuliert werden.

Meine Erfahrung beim Backen war sehr gut! Ich würde nur beim nächsten Mal die Linsen etwas länger kochen, da sie bei mir noch recht bissfest sind. Trotzdem schmeckt es wirklich gut. Das Brot muss übrigens nicht unbedingt eingeritzt werden. Wenn ihr ihm genug Gehzeit gebt, sollte es eigentlich nicht aufplatzen.

Ich hoffe, dass noch einige von euch Gefallen an dem Brot finden und wünsche euch …

Crêpe mit Apfelkompott

Crêpe ist für mich das perfekte Ferienfood. Es ist einfach zuzubereiten, die Zutaten hab ich normalerweise immer im Haus und es schmeckt himmlisch. Da ich im Moment Semesterferien habe, gab es bei mir diese Woche super leckeren Crêpe mit selbstgemachtem Apfelkompott. Ausnahmsweise mal nicht mit Schokoaufstrich.

Letzte Woche war ich auf einer Ausbildungsmesse und es gab gratis Crêpe für alle. Die armen VR-Bank Angestellten, haben sich um Kopf und Kragen gebacken und Teig gemixt wie am Fließband – Respekt! Am Ende konnten sie das Rezept sicher auswendig. Für alle die Crêpeteig nicht aus dem Kopf hinbekommen, könnt ihr hier nach diesem Rezept vorgehen:

2 Eier

200 ml Milch

120 g Mehl

1/2 TL Backpulver

1 Pck Vanillezucker

  1. Die Eier mit der Milch verquirlen.
  2. Mehl, Backpulver, Vanillezucker mischen und die Eiermilch darunterrühren.
  3. Jetzt den Teig 15 min abgedeckt stehen lassen.
  4. Jetzt müssen die Crêpe nur noch ausgebacken werden.

 

Da ich noch ein paar alte Äpfel übrig hatte, hab ich daraus ein schönes Apfelkompott gemacht. Das geht genauso schnell wie der Crêpe und schmeckt super dazu. Ihr braucht:

400 gr saure Äpfel (z.B. Boskop)

2 EL Zitronensaft

100 ml Apfelsaft

40 g Zucker

1 TL Zimt

  1. Als erstes müssen die Äpfel geschält und klein geschnitten werden.
  2. Dann die Äpfel mit Apfelsaft, Zimt, Zucker und Zitronensaft in einen Topf geben und ca. 9 min dünsten. Wenn die Äpfel lieber bissfester sein soll, reichen auch 8 min, wenn es länger köchelt, dann werden die Äpfel eher matschig.
  3. Wer das Kompott lieber dickflüssig mag, kann auch noch Stärke mit etwas Wasser anrühren, das Gemisch zum Kompott geben und alles nochmal aufkochen lassen. Dadurch wird der Saft gebunden und es wird eher zu einer Soße.

Dann ist schon alles fertig und die Crêpe können mit dem Kompott angerichtet und vernascht werden. Yam Yam!

Also bei mir gibt es die demnächst auf jeden Fall nochmal, denn sie kamen auch beim Naschkater sehr gut an.

#Synchronbacken: Mein erstes Mal

Ich bin ja noch ein absoluter Grünschnabel in der Bloggerszene, deshalb verbringe ich natürlich viel Zeit auf anderen Blogs. Ich schaue, was es da so Schönes gibt und es haut mich immer wieder um, wie hübsch die ganzen Blogs aufgebaut sind. Mittlerweile leide ich an chronischem Dauerhunger, weil ich ständig überall so leckeres Essen sehe. Bei einer meiner Stöberrunden bin ich auf das Synchronbacken gestoßen.  Ich hab mich erst mal eingelesen und als ich das Rezept gesehen habe, war ich sofort Feuer und Flamme. Zimtschnecken habe ich schon ewig nicht mehr gebacken. Bei mir gab es sie das letzte Mal zum Ende meines Schwedischkurses, weil jeder etwas Schwedisches mitbringen sollten. Da passten Zimtschnecken natürlich wunderbar. Die letzte Kurssitzung musste leider ausfallen, deshalb saßen mein Freund und ich dann auf einem ganzen Berg Zimtschnecken. Aber versteht mich nicht falsch: das war eindeutig keine Beschwerde 😉

Das Synchronbacken war für Sonntag angesetzt, also habe ich Mittwoch schon mal alles eingekauft. Den genauen Ablauf und das Rezept findet ihr auf Zorras Blog. Ich habe das Rezept ziemlich exakt nachgebacken. Das Milchpulver habe ich allerdings weggelassen und für das Icing habe ich geraspelte Vanilleschote statt Vanilleextrakt genommen. Alles hat wirklich super funktioniert.

Sonntag morgen habe ich dann erst mal schön ausgeschlafen und spät gefrühstückt. Außerdem hatte ich noch ein paar andere Sachen zu erledigen, sodass ich erst um zwei Uhr den Kochlöffel in die Hand genommen habe, um mit dem Tang Zhong loszulegen. Zu dem Wort musste ich übrigens erst mal Google befragen. Das hatte ich nämlich in meinem Leben noch nicht gehört … wie gesagt, ich bin blutige Backanfängerin. Für alle die es ebenso wie ich nicht kennen: Dabei handelt es sich um eine Methode der Teigherstellung, bei der man Wasser oder Milch (oder wie im Zimtschneckenrezept beides) mit Mehl vermischt und in einem Topf erhitzt, bis eine milchig breiige Masse entsteht. Es ist wirklich super einfach und der Teig ist dadurch sehr schön luftig geworden.

Tang Zhong aus Mehl, Milch und Wasser

Ich habe also meinen Tang Zhong etwas abkühlen lassen und dann direkt weitergemacht. Achso, zwischendurch habe ich noch meine erste Instagram Story erstellt, dort konnte man dann sehen wie ich den Teig zubereite. Das war ein sehr lustiger Sonntag.

Fast fertig!

Als der Teig dann komplett fertig war, habe ich ihn ausgerollt, mit Zimt und  Zucker bestreut, gerollt und in 24 kleine Schneckchen geteilt. Dann kam alles in die große Auflaufform und nach erneuter Gehzeit kamen die Schnecken dann in den Ofen. Das Ergebnis könnt ihr oben betrachten.

Diese Bilder sind allerdings auch alles was von den Zimtschnecken noch übrig ist, meine WG und ich sind darüber hergefallen wie die Heuschrecken und zurück blieb nur noch klebriges Icing am Brotdosenboden *ausschleck*

Das Synchronbacken hat mir super viel Spaß gemacht und ich will auf jeden Fall nochmal mitmachen. Immer alleine in der Küche stehen und werkeln ist doch recht öde und so hatte ich wenigstens im Geiste – und bei Instagram – Backkolleginnen und Kollegen, deren Werke ich bewundern durfte. Da sind wirklich so viele tolle Zimtschnecken rausgekommen! Ich habe welche mit Walnussfüllung gesehen und andere mit Rhabarber – fantastisch! Also ich gehe jetzt noch mal auf den anderen Blogs auf die Suche nach kreativen Umsetzungen des Synchronbackens und das solltet ihr auch tun! Um euch das zu erleichtern, findet ihr unten einige Links zu den anderen Bloggern, die teilgenommen haben.

Und ansonsten solltet ihr die Zimtschnecken  natürlich nachbacken, wenn ihr das noch nicht getan habt!

 

Hier findet ihr die Beiträge anderer Blogger zum Synchronbacken:

1x umrühren bitte aka kochtopf

Die Welt der kleinen Dinge

Kochblog Aktion

From-Snuggs-Kitchen

Backen mit Leidenschaft

Kathrins Home

Birgit D – Kreativität in Küche, Haus und Garten

Summsis Hobbyküche

morelivingpure

teigliebe

Food for Angels and Devils

Brotecke

USA kulinarisch

Käthes Kekse

 

Süße Apfel-Streusel Muffins – Perfekt für Sonntags

Ich liebe ja MUFFINS! Sie sehen süß aus, schmecken super und sind kinderleicht zuzubereiten. Vor einiger Zeit saß ich an einem Sonntag so Zuhause und dachte: „Man hab ich jetzt Hunger auf was Süßes“. Aber natürlich hatte ich nichts im Haus, ich wollte mich nicht der Versuchung aussetzen…EIne echte sch*** Idee! Da blieb mir nichts anderes übrig als kreativ zu werden. Also habe ich ein bisschen den Vorratsschrank durchwühlt und was ich gefunden habe. führte zu diesen super Apfel-Muffins, die ich euch wärmstens ans Herz legen möchte.

Wenn ihr Folgendes in eurem Vorratsschrank habt, kann es losgehen:

500 g Äpfel

350 g Mehl

2 Eier

1/2 Pck. Backpulver

200 g Butter

150 g Zucker

120 ml Milch

2 Pck. Vanillezucker

etw. Zimt

  1. Jetzt kann es losgehen: Ihr nehmt 120 g weiche Butter, 90 g Zucker, 1 Pck. Vanillezucker vermischen. Dann die zwei Eier dazugeben und alles verrühren. Jetzt können 250 g Mehl, Backpulver und die Milch zur Masse zugegeben werden.
  2. Nun sind die Äpfel dran. Sie werden geschält und in kleine Stücke geschnitten. Danach könnt ihr sie unter den Teig heben.
  3. Die Masse könnt ihr jetzt in die Muffinförmchen geben.
  4. Dann geht es jetzt an die Streusel: 100 g Mehl, 60 g Zucker, 1 Pck Vanillezucker, 80 g Butter und etwas Zimt (nach Belieben) in eine Schüssel geben und das ganze „durchstreuseln“
  5. Die Streusel müssen jetzt nur noch auf die Muffins gestreut werden und schon kann das ganze in den Ofen. Bei 175°C Umluft brauchen sie 20 – 25 min und sie werden echt super lecker und fluffig.

Wenn ihr lieber etwas gesünder backen wollt, könnt ihr einen Teil des Mehls durch Vollkornmehl ersetzen, das wird auch super. Und ich habe den Zucker im Teig durch Agavensirup ersetzt, das schmeckt auch sehr lecker. Also lasst eurer Kreativität freien Lauf.

Mmh… jetzt wo ich das Ganze so aufgeschrieben habe, bekomme ich schon wieder Lust auf ein paar Muffins. Mal sehen was ich momentan so im Vorratsschrank habe.

Leckeres Fladenbrot

Das Fladenbrot ist ein uraltes und total simples Gebäck, das wirklich jeder backen kann. Damit habe ich das Backen begonnen und auch jetzt backe ich es total gerne, weil es schnell geht und nicht viele Zutaten benötigt. Für dieses Rezept braucht ihr:

480 g Mehl

300 ml Wasser

2 Pck. Trockenhefe

1 TL Zucker (alternativ auch Honig oder Agavendicksaft)

1 TL Salz

3 EL Olivenöl

1 Ei 

  1. Zuerst stellst du einen Hefenährteig her. Dazu nimmst du 125 ml lauwarmes Wasser und lässt Hefe und Zucker sich darin auflösen. Das Gemisch muss dann 10 min an einem warmen Ort stehen, dann beginnt es ein wenig zu schäumen. Danach 60 g Mehl unterrühren, die Schüssel mit Folie abdecken und dann noch 30 min an einem warmen Ort gehen lassen.
  2. Das restliche Mehl (420 g) in eine große Schüssel geben und eine Mulde in der Mitte formen. In die Mulde gibst du nun den Hefenährteig, den Rest des Wassers (175 ml lauwarm), Salz, Olivenöl. Das alles kannst du jetzt langsam zu einem Teig verarbeiten, bis es eine weiche und klebrige Masse ist. Dann den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 15 min durchkneten und im Anschluss in eine gebutterte Schale geben und abgedeckt eine Stunde lang ruhen lassen.
  3. Nach der Stunde den Teig einmal kurz durchkneten und in 4 gleichgroße Stücke teilen. Die einzelnen Fladen zu Kugeln formen und abgedeckt 30 min stehen lassen. Währenddessen kannst du schon mal den Ofen auf 260° C vorheizen
  4. Mit feuchten Händen die Teiglaibe nehmen und zu Fladen formen bis sie etwa noch 1 cm dick sind. Dann kannst du sie mit Ei bestreichen. Mit den Fingern drückst du noch in regelmäßigen Abständen Löcher in den Teig und dann können sie für 7-8 min in den Ofen. Wenn sie goldbraun sind, können sie raus und verzehrt werden.

Meine 4 Laibe Fladenbrot

Das Brot schmeckt sehr gut und passt zu verschiedenen Gerichten. Du kannst natürlich vor dem Backen noch nach belieben Sesam oder Mohn darüberstreuen. Ich mag es aber auch sehr gerne ohne alles 😉

 

 

Leichtes Weißbrotrezept

Zutaten für einen Laib

500 gr Weizenmehl 550

10 gr Salz

5 gr Hefe

15 gr Agavendicksaft

300 ml Wasser

  1. Mehl, Salz, Hefe, Agavendicksaft und lauwarmes Wasser in eine Schüssel geben und durchkneten. Ich knete ihn üblicherweise mit der Hand so etwa 15 min lang. Danach den Teig mit etwas Mehl bestäuben und 1 Std. bei Zimmertemperatur gehen lassen.
  2. Den gegangenen Teig noch einmal kräftig kneten und dann länglich zu einem Laib formen. Den Laib legt ihr nun auf ein Backblech mit Backpapier und lasst ihn dann abgedeckt noch 20 min bei Zimmertemperatur gehen.
  3. Währenddessen den Ofen auf 230° vorheizen. Den Brotlaib mehrmals einschneiden, in einem Abstand von ca. 1 cm. Danach könnt ihr das Weißbrot noch mit etwas Milch bestreichen, wenn ihr möchtet. Dann schiebt ihr es in die Mitte des Ofens und nach 45 min sollten sie goldbraun und fertig sein.

Kleiner Tipp von mir: Achtet darauf, das Brot ordentlich einzuschneiden, sonst kann es leicht an der Seite aufreißen und überprüft die Ofentemperatur. Mein Ofen hat eine etwas höhere Oberhitze, deshalb wird es bei mir immer etwas dunkel.