Archiv des Autors: Lisa

Kleiner Buchtipp für Bücherfreunde

Lest ihr auch so gerne wie ich? Bücher sind einfach klasse zum Entspannen, zum Eintauchen in eine andere Welt. Und manchmal erwecken Bücher auch schlummernde Leidenschaften. So erging es mir mit dem Buch, was ich euch hier vorstellen möchte. Ich hatte es mir für den Urlaub gekauft, es war ganz spontan, weil mir das blaue Cover in der Buchhandlung förmlich ins Auge gesprungen ist.

Und darum geht es:

Die kleine Bäckerei am Strandweg von Jenny Colgan

Für Polly läuft es alles andere als rund: Sie ist pleite und mit ihrem Freund ist auch Schluss. Also macht sie sich kurzentschlossen auf den Weg zur Küste Cornwalls, wo sie eine Bruchbude in einem kleinen verschlafenen Fischerdorf mietet. Wie sich herausstellt, gab es im Untergeschoss mal eine kleine Backstube, die Polly nach und nach auf Vordermann bringt. Es könnte alles so schön sein, wären da nicht noch die Männer! 

Das Buch lege ich euch wirklich ans Herz. Jenny Colgan schreibt mit viel Wärme und das kleine Dörfchen hat absolut Charme. Die Geschichte ist sehr schön erzählt und das Backen nimmt einen sehr großen Teil darin ein. Während dem Lesen hat mich wirklich die Backlust gepackt, der ich im Urlaub leider nicht nachgehen konnte. Besonders schön finde ich, dass das Buch am Ende einige interessante Rezepte zum Nachbacken bereit hält.

Mein Fazit: Ein Muss für alle Buch- und Backfans, die sich gerne entspannt mit einer schönen Lektüre zurücklegen möchten. 

Chocolate Chip Cookies für den entspannten Sonntag

Heute ist mein Post etwas später als gewöhnlich. Eigentlich poste ich ja immer Sonntag morgen um 9, aber diese Woche war alles etwas chaotisch. Erst hatte ich mir eine eklige Erkältung eingefangen und war nicht zu gebrauchen und dann ich gestern auf einen Geburtstag nach Bamberg gefahren, was von Marburg aus nicht super nah ist.

In Bamberg habe ich zum allerersten Mal Airbnb benutzt. Das hat total gut funktioniert, ich bin voll begeistert. Vorher war ich wirklich skeptisch, denn man weiß ja nie wo man da so landet. Aber meine Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet. Tatsächlich war das Apartment echt schnuckelig, könnte ich direkt einziehen.

Und Bamberg kann ich auch nur empfehlen. Das kleine Studentenstädtchen im Frankenland hat absolut Charme. Und ich sag euch: Da war der Bär los! Soooo viele Touristen. Aber ich kann das auch echt verstehen: Es gibt viele kleine Boutiquen, Eisdielen und außerdem gab es auch einen Markt, mit vielen frischen Produkten. Ein echter Traum, an einem sonnigen Samstag. Und ein Eis zu schlemmen, habe ich mir natürlich nicht nehmen lassen.

Ich hoffe ihr hattet auch ein bisschen Sonnenschein. Hier ist es ja leider wieder vorbei. Zurück in Marburg und es ist grau und verregnet. Zur Aufheiterung gebe ich euch hier mein liebstes Schoko-Cookie Rezept. Die Cookies bleiben weich und kamen bisher bei jedem gut an.

Dafür braucht ihr nur:

300 g Weizenmehl (550)

150 g geschmolzene Butter

250 g Zucker (ich nehme gerne 100 g braunen Zucker und der Rest weiß)

2 Eier

1/2 Tl Backpulver

Salz

1 Pck. Vanillezucker

und natürlich 300 g gehackte Schokolade (ich nehme zartbitter, aber das ist euch überlassen)

Und das wars auch schon mit den Zutaten. Ich habe sie zuletzt ganz spontan aus Schokoladenheißhunger heraus gebacken. Kennt sicher der/die ein oder andere.

  1. Als erstes heizt ihr den Backofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vor.
  2. Während der Ofen fröhlich vor sich hin heizt, vermischt ihr Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel.
  3. In einer anderen Schüssel verrührt ihr Butter, Zucker, Vanillezucker und die zwei Eier bis alles schön schaumig ist.
  4. Jetzt rührt ihr das Mehl darunter bis ihr einen gleichmäßigen Teig habt. Dann kommt noch die gehackte Schokolade dazu. Lasst beim Hacken ruhig ein paar größere Stücke darunter, das liebe ich besonders an Cookies.
  5. Jetzt könnt ihr die Cookies formen und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Ich habe sie zu Kugeln geformt und dann ein wenig mit dem Daumen angedrückt. Ihr werdet nicht alle Cookies auf ein Blech bekommen, sonst wachsen eure Cookies alle zusammen. Ich habe immer 10 auf ein Blech gemacht. Je nach Größe brauchen sie 10-13 min. Lasst sie nicht zulange im Ofen. Sie dürfen beim Rausholen ruhig noch weich sein, nach dem Abkühlen werden sie härter.

Und jetzt könnt ihr die Cookies genießen. Mein Serviertipp ist mit einem schönen Glas kühle Milch zum ducken. Mmmmhhhh!

Synchronbacken – Ein neuer Versuch

Schon beim letzten Mal habe ich am Synchronbacken teilgenommen und das wollte ich auch dieses Mal gerne wieder tun.

Allerdings stand mein zweites Synchronbacken unter keinem guten Stern. Das Rezept, das Zorra und Sandra hierfür ausgewählt haben, stellte für mich schon das erste Problem dar, denn meine Studentenküchenausstattung gibt leider keinen ofenfesten Topf her. Aber so leicht lass‘ ich mich noch nicht unterkriegen. Ich dachte ich orientier mich am Rezept und back es eben ohne Topf. Leider blieb das nicht das einzige Problem.

Voll motiviert habe ich dann Sonntag morgen angefangen und wollte die Hefe abwiegen. ÄTSCH! Machte meine Waage und gab den Geist auf, also habe ich das eher so abgeschätzt, aber das ging natürlich in die Hose. Der Vorteig war viel zu hart und da hatte sich nach zwei Stunden absolut nichts getan. Naja, wie sagt man so schön: Satz mit X …

Was soll ich denn damit anfangen? 😀

Das zweite Synchronbacken war für mich also nicht wirklich von Erfolg gekrönt, aber ab jetzt habe ich immer Ersatzbatterien für meine Waage da. Und so schnell gebe ich auch noch nicht auf, demnächst wage ich einen neuen Versuch und berichte euch natürlich darüber. Vorher hole ich mir noch ein paar Anregungen bei erfolgreichen Abfrischbroten. Unten findet ihr die Links zum Stöbern. (Zum erfolgreicheren letzten Synchronbacken kommt ihr hier).

Für alle die diese Woche noch ein bisschen in der Küche stehen:

Links zu den anderen mitbackenden Bloggern:

1x umrühren bitte aka Kochtopf

From snuggs kitchen

auchwas

Katha-kocht

The apricot Lady

Food for Angels and Devils 

Obers trifft Sahne 

Cake, Cookies and more 

Zimtkringel

Post-österlicher Eierlikörkuchen

Ja, ja ich weiß. Ostern ist rum, und damit auch die Hochsaison des Eierlikörs. Aber für mich geht Eierlikörkuchen zu jeder Jahreszeit, deswegen bekommt ihr jetzt nach Ostern ein leckeres Rezept von mir.

Habt ihr gewusst, dass eine erste Form des Eierlikörs schon im 17.Jahrhunderts in Brasilien entdeckt wurde? Ich jedenfalls nicht. Aber jetzt will ich euch nicht mit geschichtlichen Details nerven – mehr weiß ich auch nicht darüber.

Demnächst will ich ein Fläschchen Eierlikör selbst machen. Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden. Erst mal muss ich mir dafür eine kleine Flasche besorgen. Mal sehen, was ich da so finde.

Also wenn ihr Eierlikör selbst machen wollt, könnt ihr euch im Internet eins der zahlreichen Rezepte raussuchen. Für meinen Eierlikörkuchen braucht ihr:

150 ml Eierlikör

4 Eier

250 g weiche Butter

250 g Zucker

300 g Mehl

1 Päckchen Vanillezucker und 1 Päckchen Backpulver

ein bisschen Puderzucker

  1. Als erstes muss die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker zusammen schaumig geschlagen werden. Danach gebt ihr nach und nach die Eier dazu und rührt alles mit dem Handrührgerät schön durch.
  2. Dann mischt ihr Mehl und Backpulver und hebt die Mischung unter das Ergebnis aus Schritt eins.  Jetzt kommt noch der Eierlikör dazu und schon seid ihr fertig
  3. Nur noch Form etwas einfetten, Teig einfüllen und ab in den Ofen bei 200°C Ober-/Unterhitze für 40-50 Minuten. Am besten ihr nehmt ein kleines Holzstäbchen und testet ob er durch ist.
  4. Am Ende könnt ihr nach Belieben Puderzucker oder auch Glasur darübergeben.

Super easy, super lecker.

Besonders schön ist, dass man den Kuchen wirklich lange essen kann. Ich hab ihn extra schon zwei Tage vor Ostern gebacken, damit er zu Ostern dann schön durchgezogen ist. Die Reste haben der Naschkater und ich dann über den Rest der Woche verteilt gegessen. Der Kuchen eignet sich also auch für alle, die vielleicht nur zu zweit sind und deshalb wie wir mit viel Kuchen immer Schwierigkeiten haben.

Und jetzt …

Die Sauerteig-Odysee

Wenn ihr die „Über-Mich“ Seite auf dem Blog gelesen habt, wisst ihr sicher, dass der Sauerteig ja mein eigentliches Backziel ist. Ich bin ein totaler Sauerteigbrot-Fan und es gibt einfach nichts – aber auch gar nichts – dass mir besser schmeckt.

Ich habe mich schon öfter an Sauerteig versucht, allerdings nur aus der Tüte. Auf der Rückseite des Tütchens steht das Rezept, also perfekt für Anfänger. Und ich muss sagen, dass das Ergebnis auch ganz passabel geworden ist.

Während meiner Zeit in Irland war ich nämlich totaaaal auf Brotentzug. Mein deutscher Mitbewohner übrigens auch – Klischee erfüllt: die Deutschen sind brotverrückt. Aber in Irland mangelt es halt auch an echten Backstuben. Nein, Tesco-Supermarkt Weißbrot ist NICHT echtes Brot! Als ich also über Weihnachten nach vier Monaten Toastbrot-Disaster wieder Zuhause war, bin ich direkt über das Brot meiner Eltern hergefallen. Tatsächlich war es das erste was ich gemacht habe, als ich vom Flughafen kam, mit einem Käsebrot am Küchentisch sitzen. Lecker!

Die Vorstellung nochmal weitere vier Monate ohne Brot auszuhalten, war unerträglich, deshalb hab ich mich auf die Suche nach einer Lösung gemacht. Und da war es mit dem Fertigsauerteig nicht weit her. Auf die Idee gekommen, Sauerteig selbst herzustellen, bin ich gar nicht. Aber das mit dem Tütchen war schon eine 100% Steigerung zum Toastbrot.

Nachdem ich eeeendlich Roggenmehl im irischen Supermarkt gefunden hatte, hab ich dann voll mit dem Backen losgelegt. Ein paar Probleme gab es noch zu überwinden, zum Beispiel die notorische Kälte in der Wohnung, bei der der Teig nicht so recht hochgehen wollte. Aber insgesamt war ich doch sehr zufrieden mit dem Ergebnis und es hat mir und meinem Mitbewohner hervorragend geschmeckt.

Trotzdem wollte ich mich zurück in Deutschland natürlich an richtigem Sauerteig versuchen. Gesagt, getan. Nur war das gar nicht so leicht.

Im Vorfeld habe ich mir zahlreiche Erklärungen dazu durchgelesen. Einige davon habe ich euch unten verlinkt. Aber jetzt will ich euch erst mal erklären, wie ich die Sache angegangen bin.

Vorbereitung

Als erstes besorgt ihr euch am besten 2-3 Einmachgläser, in die etwa 400-500 ml passen sollten. Außerdem ein kleiner Vorrat an Roggenmehl (ich nehme Vollkornroggenmehl, aber ein anderes geht natürlich auch).

Tag 1 

Ihr nehmt das erste Einmachglas und befüllt es mit 50 g Mehl und 50 ml warmen Wasser. Dann kommt der Deckel darauf und das Ganze steht 24 Stunden, ganz ohne euer Zutun, rum. Es ist gut, wenn es etwas warm steht, Zimmertemperatur sollte es mindestens haben.

Tag 2 

Am zweiten Tag macht ihr das nochmal: 50 g Mehl mit 50 ml warmem Wasser und alles schön verrühren, Deckel drauf und zurück auf sein Plätzchen.

Tag 3

Jetzt fängt es langsam an zu müffeln, aber keine Sorge, solange ihr noch kein Schimmel seht, ist alles gut.

Es gibt 2 Möglichkeiten:

a. Der Teig ist noch nicht so recht aufgegangen. Dann macht ihr nochmal das Gleiche wie bisher: 50 g Mehl und 50 ml warmes Wasser hineinrühren. Wenn es nach 12-24 Stunden dann super aufgegangen ist, könnt ihr mit b weitermachen.

b. Der Teig hat sich (fast) verdoppelt und ist unter Umständen auch wieder eingefallen. Dann kommt das zweite Glas zum Einsatz. Ihr nehmt 50 g aus eurem Sauerteigglas und füllt sie in das zweite Glas, wo ihr es mit 50 g Mehl und 50 ml warmem Wasser vermischt. Jetzt lasst ihr das Gemisch nur noch 12 Stunden stehen.

Tag 4 

Wenn nach den 12 Stunden noch nichts passiert ist, lasst ihr es einfach nochmal 12 Stunden stehen. Wenn es aufgegangen ist, nehmt ihr nochmal 50 g ab und mischt sie in einem anderen Glas mit 50 g Mehl und 50 ml warmen Wasser. Und dann heißt es wieder 12 Stunden warten.

Tag 5

Jetzt ist aber Schluss mit der Warterei! Euer Sauerteigansatz aka Anstellgut ist, wie der Name schon sagt, gut und kann verbacken werden.

Ich habe drei Wochen gebraucht, bis ich den ersten gebrauchsfertigen Sauerteig hatte. In Woche eins hatte ich nur ein Einmachglas. Das ist leider kaputt gegangen, also habe ich am dritten Tag ein neues Glas genommen. Nur hatte ich den Deckel vergessen und der Sauerteig ist eingetrocknet.

In Woche zwei war ich gut dabei, hatte drei Einmachgläser gekauft und war hoch motiviert. Nur leider ist mir der Ansatz am dritten Tag geschimmelt. Ab da hab ich die Gläser im kurz mit kochendem Wasser überspült. Das hat auch gut funktioniert.

Aber in der dritten Woche hatte ich dann endlich ein Erfolgserlebnis und musste meine Bemühungen nicht am dritten Tag in die Tonne kloppen. Ihr seht schon, die drei scheint mich zu verfolgen.

Natürlich habe ich auch sofort ein super Brot gebacken. Das könnt ihr hier gerne nachbacken.

Ich hoffe, euch gelingt der Sauerteig schon beim ersten Mal und ihr erfreut euch an knusprig saurem Brot.

Hier noch die Links, wenn ihr euch noch mehr Tipps für den perfekten Sauerteig holen wollt: 

Ploetzblog

Brote-selber-backen

Brotbackliebe und mehr

Tag des Brotes (mit Video)

Über Ostern, Miniquiches und den Vegetarismus

Na ihr Lieben, hattet ihr auch schöne Ostern? Ich habe die Tage mit meinen Eltern und dem Rest der Familie in meiner Heimat verbracht. Wir haben einen kleinen Brunch organisiert, dem natürlich eeeendlose Diskussionen vorausgegangen sind.

„Es gibt jetzt gar nichts Warmes zum Bruch… – Aber es gibt doch Ei, oder? – Sollen wir vielleicht noch ’ne Suppe machen? – Aber was denn für eine? – Ich könnte uns was grillen! – Aber dann ist es doch kein Brunch mehr – Lieber doch die Suppe“

Und so weiter und so fort. Ihr könnt euch das sicher vorstellen. Letztendlich ist es die Suppe geworden, außerdem gab es Rührei, drei verschiedene Kuchen, Mini-Quiche (Rezept kommt weiter unten), Würstchen im Schlafrock, unzählige Brötchen mit allen erdenklichen Aufschnitten und Aufstrichen – quasi ein Osterschlaraffenland.

Die Sensation ist allerdings, dass die Suppe fleischlos war. Das ist so sensationell, weil meine Familie eingeschworene Fleischesser sind. Der Vegetarismus Boom ist (fast) komplett an uns vorbeigegangen. Dass ich angefangen habe, gelegentlich auf Fleisch zu verzichten und auch mal vegetarisch zu kochen, stößt auf viel Unverständnis. Es wird schon akzeptiert, aber nachvollziehen kann es keiner, außer meinem Onkel, der selbst seit einiger Zeit auf Fleisch verzichtet.

Ich finde es wirklich gut, dass Deutschland mittlerweile fast völlig „Vegetarier-freundlich“ ist. Es gibt kaum ein Restaurant, in dem es nicht mindestens ein vegetarisches Gericht gibt, meistens sogar eher mehr. Nur daheim führen wir noch Gespräche wie folgendes:

„Die Mini-Quiche mit Schinken sind alle.“

„Die andere Sorte ist auch lecker, soll ich dir eine reichen? Aber die sind vegetarisch…“

„Ich ess‘ sie trotzdem, gib ruhig rüber“

Vegetarisches Essen wird grundsätzlich eingeleitet mit: „Ist lecker, aber…“ und „ich esse es trotzdem“, als gäbe es nichts Schlimmeres als fehlendes Fleisch am Essen. So ist sie, die bucklige Verwandschaft. Ich gebe mich damit zufrieden, dass ab und zu auch mal jemand überrascht ist, dass vegetarisches Essen auch gut schmecken kann.

So, vielleicht habt ihr die kleine Schleichwerbung für die Mini-Quiche entdeckt? Das Rezept will ich euch nicht vorenthalten, denn sie schmecken echt fantastisch – und das mit und ohne Fleisch! Das Beste ist, dass man sie sowohl warm als auch kalt genießen kann. Deshalb sind sie voll brunch-tauglich.

Für 24 kleine Leckerbissen benötigt ihr:

Für den Teig:

200 g Mehl

2 TL Backpulver

70 ml Milch

100 g Quark

5 EL Öl

und 1 TL Salz

Für die Füllung: 

2 Paprikaschoten

1 Zwiebel

1 Stange Lauch

für die vegetarische Füllung noch 50 g getrocknete Tomaten in Öl

für die Fleischesser-Variante nimmt man 100 g Schinken

Für den Guss:

300 g Schmand

1 Ei

100 g Käse

diverse Gewürze (Paprika, Salz, Pfeffer, Oregano)

  1. Als erstes macht ihr den Teig. Dazu gebt ihr einfach alle Teigzutaten in eine Schüssel und knetet solange bis ihr einen schönen gleichmäßigen Teig bekommt. Das kann etwas dauern. Wenn ihr den Quark und die Milch vorher aus dem Kühlschrank nehmt geht es besser. Den Teig könnt ihr schon in die gefettete Muffinform geben. Ich habe dazu den Teig in zwei Teile geteilt und jeden etwas ausgerollt. Dann in jeweils zwölf Teile zerteilen und jeden Teil unten in eine Muffinmulde drücken.
  2. Jetzt schneidet ihr Paprika, Lauch und Zwiebel am besten sehr klein und dünstet es etwa 5 min in der Pfanne. Davon nehmt ihr jetzt die Hälfte raus und macht es in ein extra Schälchen, so können wir zwischen den vegetarischen und den Schinken-Quiche unterscheiden.
  3. Nun können der Schinken und die getrockneten Tomaten geschnitten werden. Zur einen Gemüsehälfte kommt der Schinken und zur anderen die getrockneten Tomaten.
  4. Das Gemüse könnt ihr dann schon in die Muffinformen geben.
  5. Jetzt müssen noch die Gusszutaten verquirlt und gewürzt werden. Dann schüttet ihr die Masse auch in die kleinen Muffinformen, sodass sie sich schön verteilt.
  6. Und dann 20 bis 25 min bei 180°C Ober-Unterhitze in den Ofen.

Danach könnt ihr sie schon warm genießen, und die Reste (falls was übrig bleibt) später kalt essen. Ich muss ja sagen, meine Favoriten sind die vegetarischen. Aber probiert es ruhig selbst aus und lasst mich wissen, welche euch am besten schmecken 🙂

Guten Appetit!

Eure Lisa

Frohe Ostern – mit Karotten-Guglhupfküchlein

Zu Ostern bin natürlich auch ich scharf auf Karotte. Zur Einstimmung habe ich letzte Woche schon mal Karotten gekauft und losgebacken. Wenn ihr wissen wollt, wie mein Osterfest gelaufen ist, könnt ihr Mitte der Woche nochmal vorbei schauen, da gibt es einen Post mit Rezept für leckere Mini-Quiches.

Aber jetzt erst mal die kleinen Karotten-Gugls. Ich wollte keinen traditionellen Karottenkuchen backen, sondern lieber kleine Häppchen, da sich das auch zu zweit schneller wegessen lässt. Also habe ich ein bisschen im Internet gesurft und bin auf Mias Kochkarussell fündig geworden. Wie es der Zufall wollte, hatte ich auch noch eine völlig ungenutzte mini-Guglhupfform im Schrank. Perfekt!

Das Rezept ist auch total einfach. Ihr braucht

1 Karotte (was sonst ?)

1 Ei

100 ml Milch

100 g gemahlene Mandeln

15 g gehackte Mandeln

50 g weiche Butter

50 g Zucker

75 g Mehl

und ein wenig Salz (aber das hat ja jeder)

Auch die Zubereitung ist für kleine Backdoofies wie mich total simpel.

  1. Ei und Zucker schön schaumig rühren. Dann eine Prise Salz und die flüssige Butter dazu geben.
  2. Jetzt langsam die gemahlenen Mandeln, Mehl und Milch hinzufügen und alles schön verrühren, bis ihr einen gleichmäßigen Teig habt.
  3. Dann fehlen noch die geraspelte Karotte (Man war das eine Arbeit mit meiner Minireibe) und die gehackten Mandeln und schon seid ihr fertig.
  4. Jetzt kommt der Teig in die kleinen Förmchen und kann bei 180°C Ober-/Unterhitze gebacken werden. Die Backzeit hängt allerdings stark von der Größe der Form ab. Ich hatte die Gugls 30 min im Ofen, bei Mia sind es 20. Schaut einfach wann sie eine schöne Farbe annehmen.

Damit sind eure Leckeren Minikarottenkuchen auch schon fertig und ihr könnt sie wegschnabulieren. Mein Fazit bleibt aber weiterhin: Karotte in Kuchen ist einfach nicht so mein Fall. Aber so ist das mit den Geschmäckern, die sind ja bekanntlich verschieden.

Lecker und gesund – Brot mit Linsen und Hirse

Heute war mal wieder Backtag, denn meinem Naschkater und mir geht das Brot aus. Im Haushalten mit Brot sind wir nämlich nicht besonders talentiert. Nach der letzten Backaktion war unser kleiner Gefrierschrank sowas von voll, dass ich noch zwei Brote weiter verschenkt habe, weil sie einfach nicht mehr reingepasst haben. Und jetzt standen wir plötzlich ohne Brot da, so schnell war es dann doch gegessen.

Also hab ich erst mal Anfang der Woche den Sauerteig aus dem Gefrierschrank geholt und reaktiviert. Wie das funktioniert, könnt ihr bald hier nachlesen (Link folgt am 22.04).

Aber jetzt bekommt ihr das Rezept von mir, damit ihr auch in den Genuss dieses leckeren Brotes kommt:

Für den Hauptteig

250 g Weizenvollkornmehl

50 g Weizenmehl (Type 550)

250 g Roggenmehl (Type 1150)

20 g Salz

200 g Sauerteig

21 g Hefe (halber Würfel)

350 ml Wasser

100 g Sonnenblumenkerne

Für das Brühstück

200 ml Wasser

50 g Hirse

50 g gelbe Linsen

Wenn ihr etwas darüber streuen wollt passen gut Sesam oder Sonnenblumenkerne

  1. Als erstes müsst ihr für die 200 g Sauerteig sorgen. Dafür könnt ihr entweder selbst-angesetzten verwenden (wie das geht steht hier) oder ihr benutzt Sauerteig aus der Tüte. Tütchen gibt es im Supermarkt und die Anleitung steht meist mit drauf.
  2. So jetzt kann es losgehen. Als erstes mischt ihr den Sauerteig mit dem Weizenvollkornmehl, Weizenmehl, Roggenmehl und dem Salz. Dann löst ihr die Hefe im Wasser, am besten lauwarm, auf und gebt das Hefewasser zum Mehlgemisch. Jetzt noch die Sonnenblumenkerne dazu und dann alles schön durchkneten. Anschließend muss der Teig 3 Stunden lang gehen.
  3. In der Zwischenzeit kocht ihr für das Brühstück Wasser auf und gebt dann die Linsen und die Hirse dazu. Jetzt noch einmal aufkochen und danach vom Herd nehmen und kalt werden lassen.
  4. Wenn das Brühstück kalt ist und der Teig fertig aufgegangen ist, könnt ihr beides zusammengeben und nochmal richtig durchkneten. Dann gebt ihr das Ganze in eine bemehlte Form. Wie ihr sehr habe ich es in einer Kastenform gebacken, aber es lässt sich auch ohne Form backen, wird dann nur etwas trockener. In der Form lasst ihr das Brot noch 45 min gehen.

5. Um es zu backen müsst ihr den Backofen auf 250°C vorheizen und unten eine feuerfeste Schale in den Ofen stellen. Dann schiebt ihr das Brot auf mittlerer Schiene hinein und gießt Wasser in die Schale. Nach 15min im Ofen dreht ihr die Temperatur auf 220°C herunter und könnt das Brot kurz oben einritzen, wenn es an einer bestimmten Stelle aufplatzen soll. Nochmal 15 min später reguliert ihr die Temperatur auf 200°C und jetzt backt das Brot noch eine halbe Stunde aus.

Danach ist es fertig und darf wegschnabuliert werden.

Meine Erfahrung beim Backen war sehr gut! Ich würde nur beim nächsten Mal die Linsen etwas länger kochen, da sie bei mir noch recht bissfest sind. Trotzdem schmeckt es wirklich gut. Das Brot muss übrigens nicht unbedingt eingeritzt werden. Wenn ihr ihm genug Gehzeit gebt, sollte es eigentlich nicht aufplatzen.

Ich hoffe, dass noch einige von euch Gefallen an dem Brot finden und wünsche euch …

Crêpe mit Apfelkompott

Crêpe ist für mich das perfekte Ferienfood. Es ist einfach zuzubereiten, die Zutaten hab ich normalerweise immer im Haus und es schmeckt himmlisch. Da ich im Moment Semesterferien habe, gab es bei mir diese Woche super leckeren Crêpe mit selbstgemachtem Apfelkompott. Ausnahmsweise mal nicht mit Schokoaufstrich.

Letzte Woche war ich auf einer Ausbildungsmesse und es gab gratis Crêpe für alle. Die armen VR-Bank Angestellten, haben sich um Kopf und Kragen gebacken und Teig gemixt wie am Fließband – Respekt! Am Ende konnten sie das Rezept sicher auswendig. Für alle die Crêpeteig nicht aus dem Kopf hinbekommen, könnt ihr hier nach diesem Rezept vorgehen:

2 Eier

200 ml Milch

120 g Mehl

1/2 TL Backpulver

1 Pck Vanillezucker

  1. Die Eier mit der Milch verquirlen.
  2. Mehl, Backpulver, Vanillezucker mischen und die Eiermilch darunterrühren.
  3. Jetzt den Teig 15 min abgedeckt stehen lassen.
  4. Jetzt müssen die Crêpe nur noch ausgebacken werden.

 

Da ich noch ein paar alte Äpfel übrig hatte, hab ich daraus ein schönes Apfelkompott gemacht. Das geht genauso schnell wie der Crêpe und schmeckt super dazu. Ihr braucht:

400 gr saure Äpfel (z.B. Boskop)

2 EL Zitronensaft

100 ml Apfelsaft

40 g Zucker

1 TL Zimt

  1. Als erstes müssen die Äpfel geschält und klein geschnitten werden.
  2. Dann die Äpfel mit Apfelsaft, Zimt, Zucker und Zitronensaft in einen Topf geben und ca. 9 min dünsten. Wenn die Äpfel lieber bissfester sein soll, reichen auch 8 min, wenn es länger köchelt, dann werden die Äpfel eher matschig.
  3. Wer das Kompott lieber dickflüssig mag, kann auch noch Stärke mit etwas Wasser anrühren, das Gemisch zum Kompott geben und alles nochmal aufkochen lassen. Dadurch wird der Saft gebunden und es wird eher zu einer Soße.

Dann ist schon alles fertig und die Crêpe können mit dem Kompott angerichtet und vernascht werden. Yam Yam!

Also bei mir gibt es die demnächst auf jeden Fall nochmal, denn sie kamen auch beim Naschkater sehr gut an.

Rhabarberfail – Den Kuchen kann ich wohl alleine essen

Wenn ich schon einen Foodblog führe, dann will ich doch wenigstens meinen Horizont essenstechnisch ein wenig erweitern. Deswegen hat mich der Rhabarber auch so vom Obstregal im Supermarkt angelächelt. Damit hatte ich nämlich bis gestern noch nichts gebacken und ich habe bisher auch bloß ein einziges Mal etwas mit Rhabarber gegessen (Muffins, die waren sehr lecker). Also habe ich ein bisschen im Internet gestöbert (Chefkoch.de sei dank) und habe ein Rezept für eine Erdbeer-Rhabarber-Tarte gefunden. Die Zutaten waren auch schnell gekauft und dann konnte es losgehen.

Erst mal musste der Teig für die Tarte hergestellt werden. Der bestand bloß aus Mehl, Zucker, Butter, Wasser und etwas Salz, also alles noch easy 😉

Das musste dann erst mal ein bisschen gekühlt werden und in der Zwischenzeit habe ich den Rhabarber klein geschnitten und mit Zitronensaft und reichlich Zucker verrührt. Dazu kamen dann mit Speisestärke bedeckte Erdbeeren und schon hatte ich eine lecker riechenden und super süße Masse.

Leckerschmecker

Das kam dann auf den Teig in der Form und ab in den Ofen für eine halbe Stunde…und warten … und warten … und warten … und ping. Fertig. Dann habe ich ein paar Streusel drübergestreut und dann alles nochmal 40 min in den Ofen gepackt.

Quasi fertig, aber irgendwie sieht er noch weich aus

Allerdings ist mir schon beim Rausholen aufgefallen, dass der Kuchen sehr weich und feucht war, und ich hatte ihn schon etwas länger im Ofen und wollte nicht, dass die Streusel zu braun werden. Was ich also auf den ersten Blick befürchtet hatte, hat sich leider bewahrheitet: Der Kuchen ist einfach irgendwie matschig und hat zu viel Flüssigkeit. Geschmacklich ist er trotzdem prima. Mein Naschkater hat den Kuchen auch höflich aber direkt abgelehnt. Rhabarber ist scheinbar nicht so sein Fall – So viel zum Erweitern des Horizonts. Jetzt esse ich meinen Kuchen wohl alleine.

Aber heute nachmittag habe ich doch noch tatkräftige Unterstützung von meinem Mitbewohner und seinem Wochenendhausgast erhalten. Sie waren voller Lob für den Kuchen – vielleicht waren sie sehr sehr hungrig 😀

Ärgerlich ist nur, dass ich noch immer nicht genau weiß, woran es gelegen hat. Bei Gelegenheit probiere ich nochmal ein anderes Rezept und halte euch auf dem Laufenden, ob ich den Naschkater vom Rhabarber überzeugen kann.

Ich hoffe ihr habt größere Backerfolge!